Tagesgeld anlegen: Die richtige Bank finden

Die Zahl der Anbieter von Tagesgeldkonten ist groß. Die Banken unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf die Höhe der Zinsen, die Sie als Sparer kassieren können. Auch sonst gibt es einige Unterschiede, auf die Sie beim Vergleich der Geldinstitute achten sollten.

Grundsätzlich sollten Sie Ihr Geld nur solchen Banken anvertrauen, die dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehören. So sind Sie selbst dann auf der sicheren Seite, wenn das Geldhaus pleite gehen sollte. Über den Fonds, der vom Bundesverband deutscher Banken getragen wird, sind Kundeneinlagen in einer Höhe abgesichert, die für jeden normalen Sparer mehr als ausreichend ist. Lassen Sie sich hingegen von höheren Zinsversprechen zu ausländischen Banken locken, die dem deutschen Sicherungsfonds nicht angehören, riskieren Sie im Fall einer Bankpleite den Totalverlust Ihres Geldes.

Seit Beginn der Finanzkrise und seit den Diskussionen um die isländische Kaupthing Bank weist praktisch jedes deutsche Geldinstitut auf seinen Internetseiten und in seinen Broschüren auf die Zugehörigkeit zum Einlagensicherungsfonds hin. Entsprechende Aussagen finden Sie außerdem in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

So einmütig die Anbieter das Thema Sicherheit in den Vordergrund rücken, so wenig einheitlich sind auf der anderen Seite die eigentlichen Tagesgeld-Konditionen. Es liegt nahe, beim Vergleich der verschiedenen Angebote immer zuerst die Zinssätze miteinander zu vergleichen. Damit die Gegenüberstellung aber ein wirklich objektives Ergebnis liefert, müssen auch die Zeitpunkte der Zinszahlungen berücksichtigt werden. Selbst mit einem nominal etwas geringeren Zinssatz kann eine Bank zum Favoriten werden, wenn sie die Zinsen monatlich gutschreibt. Dann fällt der Zinseszins-Effekt stärker ins Gewicht, und Banken mit lediglich einer Zinsgutschrift pro Jahr haben das Nachsehen.

Wer größere Beträge anlegen möchte, muss beachten, dass die hohen Zinsen aus der Werbung oftmals nur bis zu einer bestimmten Summe gezahlt werden. Jeden Euro, der darüber hinaus auf das Tagesgeldkonto fließt, verzinst die Bank dann mit einem niedrigeren Basiszins. Auf der anderen Seite sind manche Offerten auch an Mindestanlagesummen geknüpft. Das ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel.

Dass Kontoeröffnung und Kontoführung gebührenfrei sind, gehört bei den Direktbanken zum guten Ton und ist nichts Besonderes mehr. So bleibt als entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Partners für die Tagesgeldanlage im Grunde nur die Höhe der Zinsen. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wie lang der Zinssatz garantiert wird. Außerordentlich hohe Zinsen zahlen die Banken häufig im Rahmen besonderer Werbeaktionen, deren Laufzeit begrenzt ist. Nach dem Ende der Aktion sinken die Verzinsung und damit die Rendite der Tagesgeldanlage, so dass es sinnvoll sein kann, zu diesem Zeitpunkt erneut die aktuell verfügbaren Angebote zu vergleichen und im Zweifel zu einer anderen Bank mit dann besseren Konditionen zu wechseln.

Tipps: Tagesgeldkonto.com